Das Vereinsemblem mit dem von Ludwig dem Baiern im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts der Stadt Weilheim verliehenem Wappen

 

Letzte Aktualisierung am
 17.07.2017
(23:00)

Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft
Weilheim
Schützenstraße 28    82362 Weilheim Tel.: 0881/5210
Email: FSG.Weilheim@t-online.de Home: http://www.FSG-Weilheim.de

Historie

bei der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft (FSG) Weilheim

Erste Darstellung der 1822 neu erbauten Schießstätte, 1823(Schützenmuseum Weilheim i. OB)

  Schießabende:  Dienstag und Donnerstag ab 19:00 Uhr   Jugend ab 18:00 Uhr  (Während der Ferien ab 19:00 Uhr)

Das Weilheimer Schützenwesen                                                                  

Ein Streifzug durch mehr als fünf Jahrhunderte Weilheimer Schützengeschichte

 
Vortrag beim Heimat- und Museumsverein Weilheim und Umgebung e. V. am 10. März 2008
        von Ludwig Reitzer

In den Annalen können wir folgendes lesen:
  - Karl der Kühne wird Herzog in Burgund
  - Hans Multscher, Maler und Bildhauer, stirbt in Ulm (Landsberger Altar, 1437)
  - Die Schwaige Dietlhofen kommt zum Kloster Andechs

Sie werden sich fragen, was das mit dem Weilheimer Schützenwesen zu tun hat.
Die Antwort ist einfach: Es sind Ereignisse des Jahres 1467.
In diesem Jahr hören wir erstmals von Weilheimer Schützen, die in München bei einem großen Schießen waren.
Dazu später noch mehr.

Wie Sie sehen, umfasst mein Vortrag eine Zeitspanne von 540 Jahren.
Damit der Ausflug in die Vergangenheit nicht zu anstrengend wird, werden wir nur an markanten Stellen verweilen.

Dabei habe ich an folgende Punkte gedacht:

   - Ursprung des Schützenwesens
   -
Stadtrecht und -verteidigung
   -
Schützenfeste, Schützen auf Reisen
   -
Schützenvortel
   -
Schießstätte
   -
Schützenordnungen
   -
Bürgerwehr
   -
Schützenscheiben
   -
Waffen der Schützen
   -
Bolzschützengesellschaft und heute noch bestehende Weilheimer Schützengesellschaften
 

Ursprung des Schützenwesens

Zum Ursprung des Schützenwesens, das seit dem Spätmittelalter, d.h. seit dem 13. und 14. Jahrhundert, in Form von Schützengilden, Schützenbruderschaften oder Schützengesellschaften fassbar ist, gibt es eine Vielzahl von Theorien.

Darunter haben sich zwei maßgebliche Forschungsansätze herausgebildet:

Hans-Thorald Michaelis, ehemaliger Archivar des Deutschen Schützenbundes, vertritt die These eines vor- und frühgeschichtlichen Ursprungs des Schützenwesens.

Theo Reintges hat in seiner viel beachteten Dissertation aus dem Jahre 1963 den Ursprung der spätmittelalterlichen Schützengilden nach Nordwesteuropa, in das flämisch-brabantische Grenzgebiet verlegt. Dort sei es im Zusammenhang mit dem 100-jährigen Krieg zwischen England und Frankreich und parallel zu „einer frühen Blütezeit des Städtewesens“ zur Ausbildung erster Schützengesellschaften vor und um 1300 gekommen.

Sicher geht der „Vogelschuss“, der bei uns wahrscheinlich keine große Bedeutung hatte, heute noch bei den Armbrustschützengilden gepflegt wird, auf frühgeschichtlich-heidnischen Ursprung zurück.

Jedoch hat die These allgemein Akzeptanz gefunden, als Entstehungszeitraum mittelalterlicher Schützengilden die Phase der Stadtwerdungsprozesse anzunehmen.
 

Stadtrecht und -verteidigung

Was bedeutet das für Weilheim?

Die Anfänge des Weilheimer Schützenwesens werden uns wahrscheinlich für immer verborgen bleiben.
Brandunglücke früherer Zeiten vernichteten mit den Ratsprotokollen und Stadtkammerrechnungen auch die Hinweise auf eine frühe Schützengilde.

Nun können wir spekulieren:

Hat es zur Zeit der ersten Erwähnung als Stadt im Jahre 1238 bereits eine Schützenbruderschaft in Weilheim gegeben?

Stimmen die Hinweise auf das Jahr 1354, wonach zwei Ritter des Hauses Wittelsbach die hiesige Schießstätte besucht haben sollen?

Oder können wir davon ausgehen, dass nach einem Stadtbrand im Jahre 1382, als die herzoglichen Brüder Stephan und Johann „alle Rechte, Freiheiten und guet Gewohnheiten“ erneuerten, „die sie (die Bürger) von Alter hergebracht und gehabt haben“, und dabei auf das Münchner Stadtrecht verwiesen, bereits eine Armbrustschützengesellschaft Bestand hatte?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies so war, denn mit der Stadtrechtsverleihung war auch das Befestigungs- und Verteidigungsrecht und auch die Pflicht dazu verbunden.

Tatsache ist aber: Erst ab dem Jahr 1467 treten Weilheimer Schützen bei auswärtigen Schießen in Erscheinung.
 

Schützenfeste, Schützen auf Reisen

Beim großen Münchner Armbrustschießen im Jahre 1467 finden wir unter 380 Teilnehmern die Weilheimer Schützen
Hans Rorwolf, Berchtold, Pognergesell und Martin Frey.

Ausführlich möchte ich Ihnen aber von einem großen Augsburger Stahlschießen im Jahr 1470 berichten. Die Bezeichnung „Stahlschießen“ leitet sich von der Armbrust mit Stahlbogen ab.

Das Stahlschießen vom Jahr 1470 übertraf an Pracht und Großartigkeit alle bisherigen Schießen.
Bereits am 20. Januar (dem Sebastianitag – Patron der Schützen) wurde mit der Aussendung von 400 Einladungsschreiben begonnen.  Am 5. Juli versammelten sich die Schützen auf dem Rathaus, wo ihnen Malvasier (Süßwein) und Konfekt dargereicht und die Schützenordnung vorgelesen wurde, worauf sie zu den vier Ratsherrn, die mit der Leitung des Ganzen betraut waren, noch vier aus ihrer Mitte wählten. Von da zogen sie mit fliegenden Fahnen zum Schießplatz auf der Rosenau zwischen Wertach und Sinkel.

Die stattliche Schießhütte war 670 Stadtschuh lang und 14 breit (der städt. Werkschuh betrug 29,2 cm). Somit war die Schießhütte 195 m lang und vier Meter breit. Sie war zum Schutz vor Sonnenstrahlen gegen Abend gerichtet. Die Zielwand war schwarz überzogen, die daran befestigten Zirkelblätter waren versilbert und hatten einen Durchmesser von 11,9 Zentimetern.

Auf dem Platz befanden sich noch etwa 30 Zelte und verschiedene Hütten, darunter auch eine Huren- und Bubenhütte. Fünf Flöße und 900 Bretter hatte man zur Zielstatt und den Hütten verwendet.
An dem Schießen nahmen 466 Schützen teil, darunter die Herzöge Christoph und Albrecht von Bayern-München, Graf Otto von Henneberg, etliche Grafen von Montfort, drei Ritter, 66 Augsburger und auch drei Weilheimer.

Man schoss in vier Abteilungen 13 Tage lang von 8 Uhr an bis nachmittags 4 Uhr. Auf jeden Schützen kamen 43 Schüsse. Die Entfernung betrug 125 Schritte.

Täglich wurden zum „Untertrunk“, d. h. als Erfrischung zwischen den Hauptmahlzeiten, 280 Maß Welschwein  mit Käse und Brot ausgegeben.

Am 14. Tag fand zwischen denjenigen, welche die gleiche Zahl von Treffschüssen erreicht hatten, das Schieden oder Stechen statt. Den Hauptpreis von 100 fl. (Gulden) erhielt als der einzige mit 12 Schüssen Urban Schnitzer aus Dinkelsbühl. Ihm fiel auch, da er am öftesten den Zweck getroffen hatte, das mit Kranz und goldener Hafte gezierte Hütlein im Wert von10 fl. zu.
Das zweite Best im Wert von 90 fl. gewinnt mit 11 Schüssen der Weilheimer Hanns Bogner.
Er ist im Schützenbuch auf fol. 13 v unter den Schützen des Herzogs Christoph von München zu finden: „Hanns Bogner von Weylhalm“ (Tafel 1).

Auf fol. 114 v des Schützenbuches befindet sich folgender Eintrag (Tafel 2):

Weylhaym

Leonhardt Bader, oo   (=2 Treffer)

Hanns Rohrwolff, ooo (=3 Treffer)

Dem Schießen folgte ein Nachschießen, das 2 Tage dauerte und von 46 Schützen bestritten wurde.

Es wurde aber nicht nur geschossen, sondern auch getanzt. Ebenso wurden fröhliche Spiele durchgeführt. Zum Beispiel erhielten die besten Läufer, Springer und Steinstoßer 4 fl. Diese Wettspiele wurden an verschiedenen Nachmittagen nach Beendigung des Schießens abgehalten. Am schnellsten durchlief die 350 Schritte lange Bahn Herzog Christoph, der auch beim Springen als Sieger hervorging. Pferderennen, Lanzenstechen und Kegeln ergänzten die Lustbarkeiten. Ein besonders einträgliches Geschäft für den Rat der Stadt Augsburg war die Errichtung eines Glückshafens auf einem erhöhten Platz vor dem Rathaus.

Dazu muss man wissen, dass sich die Städte und Märkte die Schützenfahrten ihrer Bürger einiges kosten lassen. Sie bezahlen Reise- und Zehrgeld; die gewonnenen Preise (Abenteuer genannt) fallen jedoch nicht dem Gewinner, sondern der Stadt oder dem Markt zu.

Der ersten im Weilheimer Stadtarchiv erhaltenen Stadtkammerrechnung des Jahres 1522 entnehmen wir: „Item dem Hanns maler zu erung geben, als er gen moßburg auf das schießen ist zogen“. Er bekommt dafür einen Gulden aus der Stadtkasse.

Abb. 1) Stadtkammerrechnung 1522

Im Jahr 1567 fand wieder ein bedeutendes Schützenfest in Augsburg statt.
Der gedruckte Schützenbrief vom 29. Juli 1567 beruft zu dem „von Freundschaft und guter Nachbarschaft wegen“ angestellten Stahlschießen die Schützen auf Montag, den 6. Oktober, nach der Schießhütte der Stahlschützen zur Neunerwahl.
An dem Schießen nahmen 436 Schützen, darunter 295 Fremde, teil .
Im Schießbuch ist auf Seite 16 vermerkt:

„Das dritt Vierttel under dem weissen Fannen“

Hier sind auf Seite 17 links Weilheimer Schützen aufgeführt:

                     Nr. 21   Die von Weylhaim
                     Nr. 22  Jörg Vogel
                     Nr. 23  Christoff Vogel
                     Nr. 24  Bongratz Henigler

Ein weiterer Weilheimer Schütze ist auf Seite 28 links vermerkt:

                     Nr. 45 Vest Koch von Weylhaim

Er hat im fünften Viertel geschossen, das auf Seite 20 wie folgt aufgeführt ist: „Das fünfft Vierttel under dem gelben Fannen“

Zehn Jahre später, also im Jahr 1577, begegnen uns wieder vier Weilheimer Schützen bei einem großen Armbrust- und Büchsenschießen, dieses Mal in München. Vom Pritschenmeister und Gelegenheitsdichter Lienhard Lutz (auch Fläxel genannt) gibt es eine prächtig illustrierte Handschrift mit dem Titel „Lobspruch des Großen Schießens zu München anno  1577“, die uns über den Verlauf unterrichtet, und deren Illustrationen uns die Wappen der teilnehmenden Städte, das Gepränge der Festzüge und die Kostüme der mitwirkenden Zieler, Fahnenträger und Musikanten überliefern.

Die Bilder stammen von Lienhards Sohn Valentin. Das Stadtarchiv München hat im Jahr 2006 eine Faksimile-Ausgabe dieser Handschrift herausgebracht, so dass es mir möglich ist, hier einige Seiten zu zeigen, darunter auch die Seite mit den Weilheimer Büchsenschützen
   Caspar Schwaller, Sewastian Grilhaiß, Sewastian Miller zum Hag und Hans Schmid zum Kerla (Tafel 3).
Und der Stadtkammerrechnung ist zu entnehmen, dass der ehrsame Rat für diese Schützenfahrt vier Gulden bezahlt hat.
Da nur Büchsenschützen in München waren, können wir daraus schließen, dass zu diesem Zeitpunkt die Armbrust auch in Weilheim keine Bedeutung mehr hatte.

Nun möchte ich Ihnen noch zwei Institutionen näher bringen, die bei den Schützenfesten eine wichtige Rolle gespielt haben.
Da ist zunächst der Pritschenmeister:

Die wichtigste Rolle in der Festordnung spielte der „Pritschenmeister“. Er musste recht vielseitig begabt sein: Maître de plaisir, Aufsichtsbeamter, Straforgan, Zeremonienmeister, Schriftführer und Stegreifdichter, Festredner und Possenreißer in einem. Seinen Namen hatte er von der aus dünnen Holz- oder Lederschichten gefügten Pritsche, mit der er schlechte Schützen züchtigte oder an Ordnungssünder Schläge austeilte (Kasperl Larivari).

Gekleidet war der Pritschenmeister in der grellfarbenen Festtracht nach Landsknechtart, auch Mi-Parti-Stil genannt. Bei dieser „Halbteilung“ wird durch zwei unterschiedliche Farben die Kleidung der Länge nach geteilt, so dass jede Körperhälfte in eine andere Farbe gehüllt ist.

Der Pritschenmeister hatte mit Witz und Laune, aber auch mit Anstand und Geschick die Festlichkeit zu würzen, den Schießablauf zu regeln und mit den Gehilfen zu überwachen. Und von dem wohl berühmtesten Pritschenmeister haben wir schon gehört: Vom Augsburger Lienhard Fläxl.
Bleibt noch nachzutragen, dass seine Handschrift vom Münchner Schießen des Jahres 1577 Eintausendfünfhundert Reimzeilen umfasst!

Wenn wir das so bedenken, möchte man sich für manch heutige Veranstaltung wieder einen Pritschenmeister wünschen!

Nun zur zweiten Institutionen, dem Amt der Siebener:

Bei jedem Schützenfest wurde ein Festausschuss gewählt, der die Aufsicht über das Schießen zu führen hatte. Dieser Ausschuss, die „Siebener“ oder „Neuner“ (wie beim Schießen 1470 in Augsburg) genannt, auch wenn er sich aus acht, elf oder dreizehn Personen zusammensetzte, war mit großen Vollmachten ausgestattet. Seinen Anordnungen musste stets Folge geleistet werden, und bei Streitigkeiten war seine Entscheidung endgültig.
Ein Chronist beschreibt das Amt darüber hinaus noch folgendermaßen:
Alt und allgemein war das Amt der Siebener, der sieben Schützen, welche die Einsätze und Gewinne zu ordnen, die Schüsse an zwei Scheiben abzumessen und die Berechnung und Verteilung des Trunks an die Schützen zu besorgen haben.
Wir fragen uns natürlich, wo kommen die Siebener her? Warum sieben?
Sie entspringen mittelalterlichen Rechtsordnungen. Sie hatten die Flurgrenzen zu überwachen und Streitigkeiten um Grundstücksgrenzen beizulegen, wie es z. B. im Volkacher Salbuch von 1504 niedergeschrieben ist.
Sieben ist auch eine heilige und mythische Zahl (sieben Sakramente, siebenarmiger Leuchter, die Erschaffung der Welt in sieben Tagen, sieben Hauptsünden, aber auch der Wolf und die sieben Geißlein, Schneewittchen und die sieben Zwerge hinter den sieben Bergen usw. usw.).

Nun aber wieder zurück zu Weilheim:

Im Jahre 1589 wird der Bäcker Hans Karl besonders geehrt, weil er beim wasserburgischen Schießen „das Best“ gewonnen hat. Ihm wird für dieses Jahr die Steuer erlassen; außerdem bekommt er einen Gulden, einen Kreuzer, zwölf Pfennige verehrt.

Weiter ist im Jahr 1589 verzeichnet: „Als Ir fürstliche Durchlaucht eylf Schützenmaister nach Maylandt verschickt, Inen aus befelch eines Ehrsamen Raths verehrt 3 fl.“ Für damalige Verhältnisse war das sicher eine beschwerliche Reise. Und warum nur 3 Gulden verehrt wurden, erklärt sich aus der Tatsache, dass die Weilheimer Schützen vom Landesherrn nach Mailand geschickt wurden und dieser damit die Hauptlast der Reise übernommen hat.

405 Jahre später, im Juli 1994, wird die Weilheimer Schützin Bettina Knells Mannschaftsweltmeisterin in Mailand!

Im Jahr 1599 können wir lesen: Auf Befehl eines ehrsamen Rates bekommen die Schützen Georg Schwäller, Hanns Schwäller und Gabriel Gebhart zum Schießen des Pflegers von Schongau 6 Gulden zur Wegzehrung.

Der Stadtkammerrechnung des Jahres 1617 entnehmen wir folgenden Eintrag: „Als Herr Pfleger von Werdenfelß eine Gesellschaft der Pixenschützen zu einem Schießet geladen, haben sy bey einem Ersamen Rat um eine Zerung und Löggelt gebeten, ist damalen ihnen dreyen geben worden – 6 Gulden.
Aber auch auswärtige Schützen werden in Weilheim als Gäste bewirtet. Im Jahre 1524 sind Schongauer Schützen zu Besuch in der Stadt. Sie erhaltenen fünf Maß Wein.
Für den 9. August 1782 ist „eine löbliche Schützengesellschaft zu Weilheim“ zu einem Hauptschießen in die kaiserlich freie Reichsstadt Augsburg eingeladen. Das Einladungsschreiben hat sich erhalten. Ob Weilheimer teilgenommen haben, konnte noch nicht festgestellt werden.
Im Jahr 1862 beteiligen sich Weilheimer Schützen erfolgreich am Ersten Deutschen Schützenfest (Bundesschießen) in Frankfurt am Main, wie ein schöner Pokal beweist.

Abb. 2) Pokal des Bundesschießens 1862,
Schützenmuseum Weilheim i. OB

Zum VII. Deutschen Bundesschießen 1881 fahren zwanzig Weilheimer Feuerschützen mit dem Zug nach München; elf von ihnen können Preise erringen. Auch der Chorregent und Musikdirektor des Liederkranzes, Max Kormann, ist mit 50 Mark in bar unter den Preisträgern. Eine Scheibe, gefertigt von dem Weilheimer Maler und Lithographen Anton Lehning, ein Fahnenband, Festzeitungen, die Schießordnung und vieles mehr erinnern im Schützenmuseum an dieses große Schießen.

Zur Vorbereitung auf das 15. Deutsche Bundesschießen 1906 in München errichten die Weilheimer Feuerschützen eigens einen Stand auf 175 Meter.

Auch das 18. Deutsche Bundesschießen im Jahre 1927 wird von sechs Weilheimer Feuerschützen besucht (mit dabei ist als Jungschütze Hans Ferchl). Ferner sind bei den Bundesschießen in den Jahren 1934 in Leipzig und 1961 in München Weilheimer Schützen am Stand.

Jetzt haben wir von den reiselustigen Weilheimer Schützen gehört. Zu einem ganz besonderen Schießen wollten sie allerdings nicht fahren. Dr. Hans Rid schildert dies in seinem Buch „Aus Weilheims Vergangenheit“ folgendermaßen:

Am 19. September 1810 flatterte auf den Tisch des damaligen Weilheimer Communal-Administrators von Lachenmayer, des von der Regierung bestellten Amtsbürgermeisters, eine Einladung von der Schützengesellschaft München (gemeint ist die heutige HSG). In dem überschwänglichen Ton der damaligen Zeit hieß es da:

„Unsern Durchlauchtigsten, Allgeliebten Kronprinzen im höchsten Grade glücklich zu sehen, war von jeher der allgemein innigste Wunsch der dankbaren Nation für Höchstdesselben Großtaten zum Ruhm und Glück des Vaterlandes. Dieser Wunsch ist erfüllt. Unser allgeliebter Kronprinz vermählt sich am 12. Oktober mit der Durchlauchtigsten Prinzessin Theresia von Sachsen-Hildburghausen. Der Held vermählt sich mit der Tugend und Schönheit. Welch schöne hoffnungsvolle Aussicht für das Vaterland! Der Tag der Vermählung ist in jeder Hinsicht ein feierliches, herzliches, großes National-Fest. Um es nach Möglichkeit in der Hauptstadt unter den Augen der Höchsten Glücklichen zu feiern, unser Hochgefühl mit der dem Gegenstand angemessenen Würde auszudrücken, gibt die hiesige Schützengesellschaft den 12. Oktober nachstehende Gewinnste.“

Nun folgen die Bedingungen für die Schützen auf Haupt-, Kranz- und Glücksscheibe sowie auf den laufenden Hirschen, wobei mitgeteilt wird, dass die Scheiben weiß und mit einem 12 Zoll großen Schwarzen versehen seine und auf 150 Schritte Entfernung stünden. Der Schluss der Einladung lautet dann:
„Überzeugt, daß an diesem festlichen Tage jedes Baiernherz hochschlägt, jedes den schönen patriotischen Wunsch hat, es mit verherrlichen zu helfen, geben wir uns die Ehre, Sie hiezu einzuladen und freuen uns im voraus ihrer patriotischen Theilnahme.
München, den 19. September 1810
Verordnete Schützenmeister.“

Die Einladung war für die Weilheimer zwar sehr ehrenvoll, aber doch schüttelten die beiden Schützenmeister, der Rentamtssschreiber Neumayr und der Ziegler Reiner, den Kopf, denn sie kamen um die Tatsache nicht herum, daß eine Abordnung nach München allzuviel Geld koste. Da wusste nun der Administrator v. Lachenmayer guten Rat. Warum sollten nicht die Weilheimer selbst ein Schützenfest veranstalten, man feierte ja doch auch in Weilheim den großen Tag, und dazu war ein Freudenschießet gerade recht. Die Würde seines Vaters, des alten Landrichters, gestattete es dem Administrator, mit den Honoratioren Weilheims zur Durchführung dieser Idee erfolgreich zu verhandeln.

Zur Finanzierung dieses Schießens wurde bei der Nationalgarde, also der Bürgerwehr und bei den königlichen Beamten, um freiwillige Beiträge gebeten. Im ganzen kamen dabei 90 fl. 18 kr. zusammen. Aber das reichte bei weitem nicht aus zur Bestreitung aller Kosten, denn die Gesamtausgaben zu diesem Feste betrugen 204 fl., es war also noch ein Rest von 114 fl. zu decken. Den übernahm die Stadt, „weil eine Deputation nach München das nämliche gekostet hätte“, so die Begründung.
Der Festplatz war natürlich bei der Weilheimer Schießstätte.
Wozu hat man nun die großen Kosten von 204 fl. benötigt? Darauf gibt eine Rechnung „über das auf sonderbares Verlangen des K. Landgerichtes und der 3. Nationalgarde gehaltene Freyschießen auf die Vermählung unseres allgeliebten Kronprinzen“ Antwort.

Daraus einige Auszüge:
Der Schreiner Pröbstl machte für 32 fl. neue Scheiben. Der Zimmermeister Paul Scheut lieferte Holz für 18 fl., dazu forderte er für seine Leute einen Arbeitslohn von 37 fl. Nägel lieferte der Ottmar Hingelle für 12 fl. und für das Daxfahren verlangte der Mathias Schlaucher 3 fl.
Das „Einrücken des Festes in die Zeitung“ kostete 2 fl. und 3200 gedruckte Zettel wurden für 10 fl. geliefert.
Die Trinkgelder flossen besonders reichlich. So erhielten die Scheibenschreiber und ein Schützenmeister 13 fl., die zwei Zieler und sechs Zettelträger bekamen 18 fl. Die Musikanten, die „Aufzüge blasen, wenn auf dem Haupt die Maschine geweckt wird“, empfingen 18 fl. usw. Nur die Polizeidiener gingen leer aus. Sie hatten bescheiden für ihre Mehrarbeit zur Aufrechterhaltung der Ordnung ein „kleines Douceur“ verlangt, aber die Schützenlade hatte nichts für sie übrig!

Die vier Festtage sind nach allem reibungslos und programmgemäß verlaufen, aber nach dem Feste kamen sich der Administrator und die beiden Schützenmeister bei der Ordnung der Finanzen etwas in die Haare. Der Lachenmayer verlangte, dass die Schützen die übrig gebliebenen 13 Scheiben, die Tische und Stühle und noch manch anderes, das aus dem Stadtsäckel bezahlt worden war, ablösen sollten. Dazu konnten sich aber die Schützen nicht verstehen, denn sie hatten ja „ihre Schießstätte und deren Einrichtungen beim Feste zur Verfügung gestellt“. Man scheint sich doch bald geeinigt zu haben, denn die Akten berichten hierüber nichts weiteres.
Die Münchner haben also ihr großes Hochzeitsschießen damals ohne die Weilheimer abgehalten. Es wurde vor München auf jener Wiese durchgeführt, die später nach der königlichen Braut Theresienwiese benannt wurde.
Das Festschießen hat aber dort so gefallen, dass man es zwei Jahre später im Oktober 1812 mit Eingliederung einer landwirtschaftlichen Ausstellung und eines Pferderennens wiederholte und von da ab alljährlich bis heute: Es wurde das Münchner Oktoberfest, und Weilheim hatte ein weiteres Weilheimer Stückl, denn für die 204 fl. hätten viele Schützen nach München reisen können - und Arbeit hätten sie auch keine gehabt.
Und 25 Jahre später, zur Silberhochzeit, war dann Weilheim mit einem Festwagen in München. Seit dem Jahr 1985 gibt es einen Nachbau dieses Wagens, mit dem der Heimat- und Trachtenverein Weilheim so alle vier Jahre beim Oktoberfest Trachten- und Schützenzug dabei ist.

Bleibt noch nachzutragen:
Weilheims Spitzenschützen wie z. B. Bettina Knells (Pfeffermann), Ursula Graf (Plötz), Lisi Stainer, Hannes Hirschvogel, Hermann Plötz und Sebastian Ferchl waren auch in den letzten Jahrzehnten mit großem Erfolg bei nationalen und internationalen Wettkämpfen auf Reisen!
Aktuelle Deutsche Meisterinnen sind die für die FSG Weilheim startende Ausnahmeschützin Petra Horneber in den Disziplinen Kleinkaliber Liegend und Sportgewehr 3 x 20 Schuss und Ursula Plötz mit der Armbrust 30 Meter.
 

Nun zum Kapitel „Schützenvortel“

Wenn wir der schon erwähnten Stadtkammerrechnung des Jahres 1522 als weiteren Eintrag entnehmen „Item umb ain Stück thuch den Schützen zum Schießen geben – sechs Gulden“, so handelt es sich hier um den sog. Hosen-Vortel. „Der Stadt Hosen“ war nämlich der Preis oder „Vortel“ (von Vorteil), welchen die Schützen für die gewöhnlichen Schießübungen an den Sonntagen während des Jahres (von Georgi bis Martini) vom Rat der Stadt bzw. vom Landesherrn ausgesetzt erhielten. Zunächst sind es wirklich Hosen bzw. Hosenstoffe; später werden Geldbeträge ausbezahlt.
Auch im Jahre 1524 erhalten die Büchsenschützen ein Stück Tuch im Wert von 6 Gulden.

„Item den Püchsenschützen umb Hosen zu verschießen wie vormalen – sechs Gulden“ ist der Stadtkammerrechnung des Jahres 1527 zu entnehmen.

Im Jahre 1533 erhalten die „Büchsenschützen auf Befehl eines Rats wie vor alters“ ein Hosentuch zu sechs Gulden und zum Preisschießen ein „lindisch“ Tuch zu einem Gulden.

Auch am Fronleichnamstag 1569 erhaltenen die Büchsenschützen „wie vor alters“ sechs Gulden aus der Stadtkasse. Außerdem wird ihnen „ein ganzes Schießet und zum Vortl 1 ¼ Ellen lindisch Tuch“ (um 2 fl.) gewährt.

Im Jahre 1603 werden bereits neun Gulden verehrt, und im Jahre 1605 ist verzeichnet: „Den schüzen Ihren Vortl geben diß Jars – zehn Gulden.“

Ab dem Jahre 1612 enthalten die Stadtkammerrechnungen einen eigenen Titel „Außgab über die Schüzen bzw. „Außgab auf die Zihl- und Pyxenschüzen alhie“. Die ausbezahlten Beträge schwanken nun je nach Finanzlage der Stadt zwischen sechs Gulden in den Jahren 1612 und 1613, zwölf Gulden in den Jahren 1614,1618 und sechzehn Gulden in den Jahren 1625, 1626 und 1628. In den Folgejahren werden wieder zwölf Gulden ausbezahlt, und im Jahre 1640 war die Stadt nicht in der Lage, das Vortelgeld auszuzahlen, „weil bey gemainer Stadt khein bezahlungsmitl vorhanden gewest“.

Auch im Jahre 1645 findet die Stadt einen Grund, den Schützen ihren Vortel zu verweigern. Der Eintrag lautet: „Diß Jahrs weile bey gemainer Statt das einkhommen so khlein, und man sich den sonsten gewohnlichen Vortl zu geben gewaigert, man auch die Schüzen umb soviel mehr, weile sie Sich in churfürstlichen Diensten zur Defendierung (Verteidigung) des Landts müssen gebrauchen lassen, zur churfürstlich hochlöblichen Hofkammer gewißen, ist Ihnen bezahlt worden nihil“ (nichts).

Abb. 3) Stadtkammerrechnung 1645

Bleibt noch zu erwähnen, dass auch wegen der oft ausständigen landesherrlichen Vortelgelder ein umfangreicher Schriftverkehr von 1606 bis in das Jahr 1828 existiert.
 

Schießstätte

Der Weilheimer Kuratbenefiziat des Hl.-Geist-Spitals, Andreas Schmidtner, berichtet im Jahr 1893 in seiner „Geschichte der Stadt Weilheim und des Klosters Polling“ über die Lage der Schießstätte folgendes:

„Die Schießstätte der mit einer Bierschenk-Gerechtsame privilegierten bürgerlichen Schützengesellschaft befindet sich seit Jahrhunderten an der Wessobrunner oder Landsberger Straße, am rechten Ammerufer, unterhalb des ehemaligen Hochufers, das „Öfele“ (obere Ebene) genannt ist.“

Und an dieser Stelle befindet sich die Weilheimer Schießstätte heute noch!

Aus den Anfängen des Weilheimer Schützenwesens ist über die Schießstätte nichts überliefert. Erst ab dem Jahre 1569 gibt es Hinweise. Der Stadtkammerrechnung dieses Jahres ist zu entnehmen, daß Reparaturen an der „Schießhütte“ auf Stadt-Unkosten vorgenommen werden.

Im Jahr 1574 findet sich der Eintrag „Der Pyxen Schitzen Schießhitten zu der Ammer betreffend“. Der Rat der Stadt läßt die Schießstätte erneuern.

Die Stadtkammerrechnung von 1592 berichtet davon, dass die Stadt die Nägel für Baumaßnahmen an der Schießhütten in Höhe von einem Gulden, einem Kreuzer und 21 Pfennige zahlt.

Nachzuweisen ist die Lage der Schießstätte auf zwei Kupferstichen; bei M. Merian vor dem Jahre 1650 und bei Michael Wening um das Jahr 1700. Dem öffentlichen Ansehen und der Bedeutung der Schützen entsprechend ist die „Schießhütten“ bei Wening sogar in der Legende unter dem Buchstaben „N“ aufgeführt.

Abb. 4) Michael Wening, Weilheim um 1700

Aus einer Quittung der Stadt aus dem Jahre 1782 ist zu ersehen, dass die Herren Schützenmeister der „weilheimischen löblichen Schützenkompanie“ für die zum „Keller pau“ des Schießhauses abgegebenen 400 Ziegelstein vier Gulden richtig bezahlt haben.

Im Jahre 1792 lässt der damalige Schützenmeister Koch an die Schießhütte eine Wohnung bauen.

Nach einem umfangreichen Schriftverkehr mit dem Kommunaladministrator von Lachenmayer entscheidet das Königliche Generalkommissariat des Isarkreises im Namen seiner Majestät des Königs am 18. Juni 1810, dass das Schießhaus mit dem dabei befindlichen Gärtchen und der Kegelbahn der Schützengesellschaft zu Weilheim, jedoch unter Vorbehalt des Grundeigentums, von der Kommunalkasse eigentümlich überlassen werde. Im Jahr 1867 erhalten die Schützen auch das Grundstück, auf dem das im Jahre 1822 neu erbaute Schießhaus steht, schenkungsweise von der Stadt Weilheim übereignet.
Der Zustand der Schießstätte muss zu dieser Zeit nicht gerade einladend gewesen sein, wie eine Scheibe aus dem Jahre 1865 zeigt. In der oberen Hälfte ist ein Idealbild mit dem Text „Wohl schön und neu, wenn wahr“, und in der unteren Hälfte der Zustand mit dem Text „doch hoffnungslos und Hilfe arm, daß Gott erbarm“, dargestellt (Tafel 4).
Aber bereits im Jahre 1874 wird eine
neue Schießhalle gebaut und das Hauptgebäude vergrößert. Die Schießhalle ist zwar nicht so gebaut worden, wie im Jahr 1865 gemalt; man sieht jedoch auf der Eröffnungsscheibe, dass es sich um einen sehr stattlichen Bau gehandelt hat (Tafel 5).
Zur Erweiterung des Schießstattgeländes kauft die Gesellschaft im Jahre 1902 für 2591 Goldmark 1,1 ha Grund zu, und im Jahre 1903 wird wieder eine neue Schießanlage errichtet.

Mehrmals hat die Weilheimer Schießstätte seither noch ihr Gesicht verändert, bis sie zur heutigen modernen Sportstätte geworden ist. Im Museum und auf Scheiben in der Eingangshalle sind die wichtigsten historischen Stationen dokumentiert.
 

Schützenordnungen

Abb. 5) Ratsprotokoll 1533

Bedingt durch die gemeinschaftlichen Schießübungen werden auch in Weilheim schon frühzeitig Regeln für die Schützen aufgestellt. Eine erste uns bekannte Anweisung enthält das Ratsprotokoll des Jahres 1533, die „Pyxen Schützn betr.“. Dort ist unter anderem nachzulesen, dass alle Schützen, welche „um die Hosen“ schießen wollen, aufzuschreiben und zu verpflichten sind, nur mit der eigenen Büchse und dem eigenen Geschoß an den Stand zu gehen. Dies ist dem Rat anzuzeigen. Wer gegen diese Anordnung verstößt, „soll von einem ehrbaren Rat gestraft werden“.

Das Jahr 1608 bringt dann eine ausführliche „Schizen Ortnung“ mit 28 Artikeln. Diese Schützenordnung ist, wie es heißt, „im 1724. Jahr aber mahlen Renovirt worden, und 1790 mehrmahlen“.

 

Abb. 6) „Schizen-Ortnung“, Schützenmuseum Weilheim

Eigens wird auf die Genehmigung der kurfürstlichen Obrigkeit (betrifft wohl die Fassung der Jahre 1724 und 1790) und des ehrsamen, wohlweisen Rats der Stadt hingewiesen.
Einige Kostproben aus dieser Schützenordnung:
Ein jeder Herr und Schütze ist verpflichtet, seinen „Vortel“ zu geben, sich einschreiben zu lassen und das Einschreibgeld zu zahlen, heißt es im ersten Punkt.
Im zweiten Artikel wird darauf verwiesen, sich keiner Zauberei oder anderen unzulässigen Mitteln zu bedienen. (Webers „Freischütz“)

Die zugelassenen Waffen „Stein- oder Feuerschloß“ sind im dritten Punkt verzeichnet.
Das Fluchen wird nach der Schwere des Verbrechens von den Schützenmeistern bestraft, ist im fünften Artikel zu lesen.
Dass man mit der geladenen Büchse auf niemanden zielt, ist genauso verzeichnet (7.), wie die Strafe für Schützen, die ihre Büchse aus Zorn von sich werfen (12.).

Nach Punkt 18. sind die Schützenmeister gehalten, mit einem geeichten Zirkel die Schüsse vom Zentrum des „Nagels“ aus unparteiisch auszuwerten; daher der Ausdruck „Den Nagel auf den Kopf treffen“. Der Schützenschreiber hat dies fleißig zu protokollieren.

Im Artikel 19 ist festgelegt, dass bei gleichen Schüssen, die nicht eindeutig abzugrenzen sind, die verwendeten Kugeln bis zur Hälfte in die jeweiligen Schusslöcher einzuschlagen sind, um dann nochmals vom Zentrum aus messen zu können. Heute hat man dazu einen Schusslochprüfer bzw. seit dem Einsatz des Computers gibt es keine zweifelhaften Schüsse mehr. Punkt 20 besagt, dass nur freihändig ohne Riemen geschossen werden darf, wobei alle Büchsen, ob geschraubt, gerissen, krumm oder gerade, zugelassen sind.
 

Mit dem Erlass einer für das damalige Kurbaiern einheitlichen Schützenordnung im Jahre 1796 verliert die Weilheimer „Schizen Ortnung“ ihre Gültigkeit.
In 54 Paragraphen regelt die neue Schützenordnung die „Rechte und Obliegenheiten der Schützen-Commissarien und Schützenmeister, dann „Aufnahm der Schützen“, ferner die „Gerichtsbarkeit und Verhandlung der Straffälle auf den Schießstätten“, „Ordnung und Verhalten bey dem Schießen“ und am Schluss noch „Bestimmung der Herrnvortl und besondere Anordnungen in dieser und anderer Rücksicht, vorzüglich für hiesige Hauptschießstätte“. Die Begründung für diese unter Carl Theodor erlassenen Schützenordnung können wir der Vorrede entnehmen. Darin heißt es unter anderem: „Um ... fernern Irrungen vorzubeugen, zugleich auch, soviel möglich, im Ganzen die nöthige Gleichförmigkeit und Einheit zu erzielen, haben Wir Uns gnädigst entschlossen, eine neue, den gegenwärtigen Zeiten angemessene Schützen-Ordnung entwerfen zu lassen, und selbe zur allgemeinen Richtschnur fest zu setzen, mit dem gnädigsten, jedoch ernstlichen Befehle, daß sich also sämmtliche hieländische gefreyte Schießstätte in Zukunft bloß allein an diese nachfolgende Ordnung genau zu halten, und selbe pünktlich zu beobachten haben“.

72 Jahre später, am 25. August 1868, erläßt König Ludwig II. „ ...in der Erwägung, daß die allgemeine bayerische Schützenordnung vom 21. Juli 1796 der gegenwärtigen Ausbildung des Schützenwesens nicht mehr entspricht“, die „Allgemeine Schützenordnung für das Königreich Bayern.“
Der Zweck dieser inzwischen 86 Paragraphen umfassenden Schützenordnung ist eindeutig. In Paragraph 1 ist festgelegt: „Die Schützengesellschaften haben den Zweck, ihre Mitglieder zu gemeinschaftlichen Schießübungen zu vereinigen, um durch fortgesetzte Handhabung der Feuerwaffe (der in § 53 näher bezeichneten Gewehre) und durch Förderung des Schützenwesens im Allgemeinen die Wehrkraft des Volkes zu erhöhen.“ § 2 lautet: „Den zur Zeit bestehenden, sowie den sich neu bildenden Schützengesellschaften steht es frei, ob sie gegenwärtige Schützenordnung als Statut anerkennen wollen oder nicht“. Die Weilheimer Feuerschützen haben diese Schützenordnung anerkannt und sich fortan als „Königlich privilegiert“ bezeichnen können. Und noch heute führt die Feuerschützengesellschaft den Zusatz „Königlich privilegiert“, nachdem sie im Jahre 1968 vom Staatsministerium des Innern in die Liste der privilegierten Schützengesellschaften aufgenommen worden ist.

Jetzt ist so oft der Begriff „privilegiert“ oder „Königlich privilegiert“ gefallen, so dass ich doch etwas dazu sagen muss.
Der Namenszusatz „privilegiert“ oder „Königlich privilegiert“ besagt heute lediglich, dass die Schützengesellschaft ihre Rechtsfähigkeit nicht aus der Eintragung in das Vereinsregister herleitet, sondern auf Grund staatlicher (landesherrlicher) Verleihung aus der Zeit vor Inkrafttreten des BGB (also vor dem 1. Januar 1900) rechtsfähig ist. Weilheim und 28 weitere Schützengesellschaften in Bayern sind bereits im Jahr 1796 als „privilegiert“ bezeichnet worden, wie aus einem Schreiben hervorgeht, mit dem die Schützenordnung vom 21. Juli 1796 übermittelt wurde: „..Da wir uns huldreichst entschlossen, für sämtliche Haupt- und andere althergebracht privilegierte Schießstädte unserer Bayerischen Erbstaaten eine neue Schützenordnung“ ... usw., usw., heißt es dort.
Mit der Rechtsfähigkeit, dem „Privilegium“, war auch die Gewährung der landesherrlichen Vortelgelder verbunden, von denen wir schon gehört haben.
Heute nennen sich in Bayern 237 Gesellschaften „privilegiert“ oder „Königlich privilegiert“. Sie werden seit 1. Januar 2003 in einem Verzeichnis bei der Regierung von Schwaben geführt.
 

Bürgerwehr

Die vorhin erwähnte Schützenordnung des Jahres 1796 besagt u. a., dass die Schießstätten bei ihrer Entstehung und seit ihrem bisherigen Dasein den doppelten Endzweck hatten, „daß sich sämmtliche Unterthanen, wessen Standes sie immer seyn mögen, nicht allein zu einer edlen Belustigung im Schießen üben, sondern vorzüglich, daß sie sich auch im nöthigen Falle zu eigener, so wie zu des Vaterlandes Vertheidigung fähig machen können.“ In Weilheim ist und war dies nicht anders.

Abb. 7) Befehlspatent der Herzöge Wilhelm und Ludwig
zur Bildung einer „Bürgerwehr“, 1525

Als im Jahre 1525 schwäbische Bauern plündernd bis Steingaden und Rottenbuch vordringen und das bayerische Land bedrohen, wird auf Befehl der Herzöge Wilhelm und Ludwig auch Weilheim in vier Viertel (daher der Name Stadtviertel) eingeteilt und je einem Hauptmann oder „Viertelmeister“ unterstellt. Damit wird die Weilheimer „Bürgerwehr“ aktenkundig.
Im vierten Viertel finden wir auch Hanns Maler, den Schützen, der im Jahr 1522 von der Stadt für seine Teilnahme am Moosburger Schießen geehrt worden ist.
Weilheimer Schützen werden im Jahre 1703 im Spanischen Erbfolgekrieg am „Steinernen Brücklein“ zwischen Oberau und Farchant eingesetzt.
Von diesem Gefecht und den vorausgegangenen Schanzmaßnahmen berichtet der Weilheimer Bildhauer Ignaz Degler in seinem Tagebuch, einem sog. Handregister, das er von 1689 bis 1722 geführt hat. Ignaz Degler wurde 1666 in Weilheim geboren; er starb im Jahr 1738 ebenfalls in Weilheim.
Übrigens: Ignati Degler war in den Jahren 1718 bis 1721 Schützenmeister der Weilheimer „Ziel- und Pixenschützen“.
Als 23-Jähriger hat er mit seinen Tagebuchaufzeichnungen begonnen, und mit 37 Jahren war er beim Gefecht am „Steinernen Brückl“ als Landwehrschütze beteiligt. Sein Bericht vom 27. August 1703 liest sich wie folgt: „Am Montag in der Frühe bei Anbrechen des Tages haben die Kaiserlichen aus 4 siebenpfündigen Stucken auf die Schanz geschossen, haben aber keinen Schaden gethan, und hätten bey der Schanz nichts ausgerichtet, wenn sie nicht über die Berge gestiegen und uns völlig umringt hätten. Alsdann haben sie von beiden Bergen auf uns in das Thal Feuer gegeben. Die Bauern, so bei der Schanz gestanden, und der Landfahnen von Abensperg, haben anfangen zu laufen. Hernach seind 8 Compagnien bei der Luisah durchbrochen, lauter Husaren und Dragoner. Was sie haben an-troffen, haben sie niedergemacht und erschossen. 43 seind von uns todt geblieben, bei 80 haben sie gefangen nachher Inspruck geführt, darunter seind von hier 5 Burger und Schützen gewesen, so alle 5 zu Inspruck vor Hunger haben sterben müssen.“

Von diesem Vorfall zeugt auch ein Votivbild in der Weilheimer Friedhofskirche St. Salvator und St. Sebastian (Tafel 6). Die Inschrift lautet:
„Zum Andenken an die braven Bürger und Landwehrschützen, 1. Joseph Erlacher Kupferschmied, 2. Hanns Helfetsrieder Kupferschmied, 3. Andreas Höld Goldschmied, 4. Leopold Renner Maurermeister, 5. Dionys Hohenleitner aus Weilheim, welche im spanischen Erbfolgekrieg am 15. Septh. 1703 (?) bey Ettal von den kaiserlichen Reitern gefangen genommen, u. nach Insbruck geführt wurden, wo sie vom Elende erdrückt, alle 5 im November gestorben.
Gefertigt 1703, renov. 1874“

Mit einer kurfürstlichen Verordnung aus dem Jahr 1767 ist das Ende der Landfahnen alter Ordnung gekommen. Erst wieder 1807 wird „die Uniformierung und Organisation des bürgerlichen Militärs in den Städten, Flecken und Märkten des Königreiches“ geregelt.
Auch in Weilheim konstituiert sich noch im selben Jahr das Königliche Landwehrbataillon. Es besteht aus zwei Kompanien Infanterie und einer Abteilung Kavallerie, zusammen 230 Mann. Die Übungen werden meist an den Samstagen auf dem Exerzierplatz an der Ammer (heute Hochlandhallengelände) abgehalten. Geschossen wird allerdings auf der Schießstätte, wie einem Bericht des Kgl. Landgerichts Weilheim an die Kgl. Regierung des Isarkreises, Kammer des Innern, aus dem Jahre 1828 zu entnehmen ist. Dort heißt es: „... daß die hiesige Schützengilde, obwohl aus der Landwehr-Schützenkompanie und den 20 anderen Mitgliedern bestehend, in Benutzung der hiesigen uralten Schießstätte nur eine Gesellschaft bildet und aus 63 Mitgliedern besteht.“
Bereits nach einer Verordnung vom 6. Juli 1809 war jeder neu angehende Bürger verpflichtet, drei Jahre lang die Schießstätte zu besuchen und sich dort im Scharfschießen zu üben. Der Eintritt in den Kreis der Gemeindebürger war also an die Verpflichtung geknüpft, den Schützengesellschaften beizutreten. Neben den Übungen ist den Gardisten noch ein wichtiges Amt zugewiesen. Als Polizisten haben sie vor allem an den Markttagen für Ordnung und Ruhe zu sorgen. Eine besondere Anerkennung wird der Bürgerwehr zuteil, als ihr König Max II. im Jahre 1858 eine Fahne stiftet. Die Weihe dieser Fahne am 28. August 1858 muss ein sehr festliches Ereignis gewesen sein.

Stadtpfarrer Carl August Böhaimb widmet der Weilheimer Bürgerwehr und der Fahnenweihe im Jahre 1865 mehrere Seiten in seiner Chronik der Stadt Weilheim. Auch seine Rede ist im Weilheimer Wochenblatt Nr. 49 abgedruckt. Die Weilheimer Bürgerwehr kann sich jedoch nur zehn Jahre ihrer Fahne freuen. Die „Landwehr älterer Formation“ wird nämlich zum 1. Januar 1869 aufgelöst.

Abb. 8) Aufruf zur Bewachung des Stadtgebiets
Man beachte, dass der Schützenkommissär zu Zeiten des Freistaates Bayern noch mit „Kgl.“ unterschreibt!

Zweimal muss sich die Bürgerwehr auf den Ernstfall einstellen:
Im Jahre 1809 wird sie erfolgreich an der Tiroler Grenze eingesetzt; 1848 haben die Bürger jedoch nur Bereitschaft, denn die gefürchteten Zusammenstöße finden nicht statt.

Noch einmal, im Jahre 1919, werden Weilheims Feuerschützen zur Bewachung des Stadtgebietes herangezogen, wie ein Aufruf zeigt.

Unter den 321 Mitgliedern der im April 1919 gegründeten Ortswehr oder Einwohnerwehr finden wir naturgemäß auch die Namen vieler Schützen, wie z. B. Hans Ferchl, den Schützenmeister der Kgl. priv. FSG, oder Emil Feilner, den Schützenmeister der im Jahre 1904 gegründeten Schützengesellschaft „Frohsinn“ Weilheim. Darüber später noch mehr.
Willi Simader hat unter dem Titel „Weilheim zur Zeit der Räterepublik – Ortswehr, Bürgerwehr, Einwohnerwehr und die Räte“ im Jahre 1994 eine Dokumentation herausgebracht, die sich u. a. auch auf eine
Chronik der Einwohnerwehr von Major a. D. Eduard von Madroux stützt. Simader bedauert, dass er von dieser Chronik nur eine schwarz-weiß Fotokopie habe.
Die Feuerschützen konnten vor einigen Jahren das Original dieser Chronik für das Schützenmuseum erwerben (Tafel 6).
Sicher ist vielen von Ihnen der Vortrag von Willi Simader über „Weilheim zur Zeit der Räterepublik“, den er am 10. Januar 1994 bei uns gehalten hat, noch in bester Erinnerung.
 

Schützenscheiben

Mit zum wertvollsten Besitz der Weilheimer Schützengesellschaften gehören die Schützenscheiben, die jeweils Zeitzeugnisse ersten Ranges darstellen.
In der Weilheimer Schießstätte befinden sich Scheiben aus der Zeit ab 1740/1750. Neben allegorischen Darstellungen, Bildnissen verdienter Schützen und Jagdszenen sind Scheiben zu sehen, die zu runden Geburtstagen, Hochzeiten, zum Einstand oder Abschied von Schützenkommissaren oder Schützenjubiläen gestiftet wurden.

Besonders aufschlussreich sind Scheiben mit Stadtansichten oder der Darstellung von Personen in der jeweils typischen Kleidung. Auch die Baugeschichte der Schießstätte vom Jahr 1822 an bis heute ist auf Scheiben dokumentiert, wie wir z. T. schon gesehen haben.

Als Scheibenmaler sind vor allem zu nennen:
Anton Lehning, Lithograph und Zeichnungslehrer (1819 - 1889), Georg Franz (1879 – 1949), Walter Lindner sen. (1880 – 1932), Heinrich Schleich (1909 – 1984), Sepp März (1924 – 1995), Paul Schäfer (1900 - 1965), Fritz Taubert (1900 - 1980), Walter Lindner jun. (1907 - 1998), Ludwig Strehle, Elisabeth Wiedemann-Scherr, Ingrid Mayr und Emil Heidenberger.
Die Frohsinn-Schützen, die Schützengesellschaft und die Eisenbahner-Schützen werden es mir verzeihen, wenn ich nun noch zwei Scheiben aus dem Besitz der FSG näher betrachte.
Da ist zunächst eine Scheibe aus dem Jahre 1803, die ein Stück Agrargeschichte erzählt. Der Text lautet:

„Da treibt hinein, zernichtet sie! Mit Ochsen Pferde Schaaf und Küh,
Hühmit auch nicht  geringste Spur
Nicht übrig bleibt von Kleekultur.

So sprachen sie, die Führer heuer
Izt kommt der stolze Frevel theuer!
Fiel ihnen der Gedanke ein,
Mehr als d'Regierung selbst zu seyn.“

Dargestellt sind die Gemeindehirten, die das Vieh mit Goaßln in ein abgezäuntes Kleefeld treiben. Der Hinweis auf den Strohschab rechts, das Weideverbots-Zeichen, ist vergeblich.
Wohl nicht zufällig wurde der Strohschab als Zentrum des Schützenziels gewählt. Es symbolisierte damals für viele Bauern – und zwar vornehmlich für die besser situierten – einen Akt Münchner Willkür-Politik. In jenen Jahren wurden in Altbayern große Teile des früheren Gemeindelandes zwangsweise privatisiert und zugleich der Weidetrieb verboten. Man wollte damit der Bebauung des Brachfeldes mit Klee und Kartoffeln und der Einführung der Stallfütterung Vorschub leisten. Jedoch stieß diese Art von brachialer Reformpolitik auf große praktische Probleme.
Auch aus Ingolstadt ist bekannt, dass das Weideverbot zu massivem Widerstand führte, der sogar bis zur Entsendung von Militär in die Dörfer eskalierte.

Eine weitere Scheibe aus dem Jahre 1833 will ich beschreiben, weil auch das Schießprogramm vorhanden ist. Dort heißt es:
„Am 12 ten und 13 ten May 1833 gab die hiesige Schützengesellschaft wegen der glücklichen
Landung und Thronbesteigung seiner Majestät König Otto I. von Griechenland, königlich bayerischer Prinz, ein Freudenschießen mit nachstehenden Beßten:“
Nun folgt die Aufzählung der Scheibengattungen Haupt und Glück mit den Gewinnen und der Einlage, die zu bezahlen war.
Eigens ist die Ehrenscheibe mit dem Bildnis seiner Majestät des Königs Otto samt einer Fahne genannt.

Weiter ist zu lesen:
„Auf dem Haupte darf ein allenfallsiger Fehlschuß zu 16 kr., auf dem Glück Nr. 1 hingegen können 60 Schüsse a 6 kr. gekauft werden.
Auf der Ehrenscheibe, welche gemahlt ist, darf ein einziger Schuß gemacht, u. wenn wider Verhoffen die Scheibe gefehlt würde, kein Schuß gekauft werden.
Der Anfang des Schießens ist, nachdem der feyerliche Auszug auf die Schießstätte Mittags 12 Uhr geschehen ist, dauert bis Abends 7 Uhr, wird am 13 ten May um 11 Uhr Vormittags wieder fortgesetzt, und muß Abends 6 Uhr abgeschlossen seyn.
Hierauf wird sogleich zum Abziehen der Scheiben und Repartition der Gewinnste geschritten.
Bemerkt wird hier noch, daß am 13 ten May Nachmittags 4 Uhr sowohl die letzten Leggelder angenommen, als die letzten Kaufschüsse abgegeben werden.“
Das Schießen wird von insgesamt 22 Schützen besucht, wobei nicht unter dem Namen, sondern mit einer Devise geschossen wurde.

Dazu einige Beispiele:

Name der Herren Schützen                                 Devise
Tit. Herr Dr. Bauer                                                Ottos Glück und Dauer
Tit. Asessor von Nagel                                         Ludwig und Otto
Herr Bernbacher                                                    Mein Wunsch dein Glück
Herr Schweizer                                                       Es lebe Otto I.
Herr Lautenbacher                                                Vivat Otto
Herr Koch                                                                Bayern lieben dich
Herr Reiner                                                            Glückliche Ankunft
Herr Schmid                                                          Das ist schön
Herr Zahler                                                            Wanns nur kracht
Herr Schmid                                                          Fall um

Die Verteilung der Gewinnste auf dem Glück Nr. 1 weist 266 Preise auf; beim Glück Nr. 2 sind 63 Preise verzeichnet. Die Ehrenscheibe gewinnt der Schütze mit der Devise „Wanns nur kracht“ also Herr Zahler.

Im Schießbuch sind ferner noch 592 Kaufschüsse eingetragen und der Zusatz „bey Vertheilung der Gewinnste zeigte sich ein Abgang von 55 kr., welches hier bemerkt wird.“

Beschreibung der Ehrenscheibe:
Zu sehen ist der jugendliche Otto im Krönungsornat mit Königskrone, in der rechten Hand das Zepter; mit der linken weckt er einen alten Mann (das alte Griechenland) auf, der vor antiken Ruinen schläft. Davor liegen dicke Bücher, wohl auf die griechischen Philosophen hindeutend. Hermes, der griechische Götterbote, überbringt einen versiegelten Brief, während Fama in der Scheibenmitte mit Posaunenschall die Ankunft Ottos verkündet. Im Hintergrund befindet sich ein Segelschiff mit bayerischen Soldaten. In den Wolken thronen Apollo, der Gott der Wahrheit und Musik, Demeter, Göttin der Erde und des Getreides und Athene, Göttin von Krieg und Weisheit (Tafel 7).

Der geschichtliche Hintergrund:
Prinz Otto (1815 bis 1867), der zweite Sohn Ludwig I., wird im Jahre 1832 von England, Frankreich und Russland mit Zustimmung der griechischen Nationalversammlung als griechischer König gewählt. Am 30. Januar 1833 landet er mit einer 43 Segel starken Flotte, seinem Gefolge und seinen Truppen bei Nauplia. Diese Szene ist auf dieser Scheibe dargestellt.
 

Waffen der Schützen

Da sich der Begriff „Schütze“ von „schießen“ herleitet, liegt der Hauptzweck der Schießgesellschaften in eben dieser Tätigkeit und in der Übung der Schießfertigkeit. Deshalb ist es sicher nicht uninteressant, wenn wir nun auch einen Blick auf die Waffen der Schützen werfen.

Über viele Jahrhunderte waren Pfeil und Bogen die wichtigste Fernwaffe. Viel bedeutender für uns Schützen ist jedoch die Armbrust, vom lateinischen arcubalista abgeleitet, die in Deutschland ab dem 12. Jahrhundert zur vorherrschenden Waffe wurde. Die Furcht vor dieser Waffe war so groß, dass auf dem 2. Laterankonzil im Jahre 1139 die Armbrust als Waffe gegen Christen verboten wurde. Obwohl Papst Gregor IX. Im Jahr 1234, also 100 Jahre später, das Verbot erneuerte, war der Siegeszug der Armbrust nicht mehr aufzuhalten. Gleichzeitig war ein neuer Handwerkszweig entstanden, Armbruster, wie man damals sagte, also Armbrustmacher und Pfeilspitzer bzw. Pfeildrechsler, aber auch Bogner, die den Stahlbogen der Armbrust fertigten. Wir erinnern uns an die Weilheimer Berchtold, Pognergesell 1467 in München und Hanns Bogner 1470 in Augsburg.

Noch heute erfreut sich die Armbrust großer Beliebtheit. Mit ihr wird genauso treffsicher geschossen wie z. B. mit dem Luftgewehr.

Die Einführung von Handfeuerwaffen ab dem 14. Jahrhundert, bedingt durch die Erfindung des Schwarzpulvers, bedeutete einen enormen Qualitätssprung. Diese Musketen, wie sie auch genannt wurden, waren noch unhandlich, umständlich zu bedienen und ungenau in der Zielwirkung, dafür aber hatten sie eine große Durchschlagskraft. Die Entwicklung ging vom Luntenschloss- über das im Jahre 1515 in Nürnberg erfundene Radschloss- zum Stein- und Perkussionsschlossgewehr. Dies waren allesamt Vorderlader. Mit der Erfindung des Zündnadelgewehres im Jahre 1828, das in der preußischen Armee ab Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt worden war, war der Hinterlader „geboren“, mit dem man Patronen verschießen konnte. Vor Einführung von Luftgewehr und Kleinkalibergewehr waren der Feuerstutzen und vor allem der Zimmerstutzen wichtige Schützenwaffen, die jetzt bei vielen Traditionsschießen wieder im Einsatz sind.
Von einem „Pognergesell“ und einem Hanns Bogner haben wir schon gehört. Die Handwerker- und Künstlerstadt Weilheim beherbergte auch Waffenschmiede und Pixenmacher.

Ab dem Jahre 1572 sind Steuerbücher im Stadtarchiv Weilheim vorhanden. Von da ab finden wir regelmäßig Waffenschmiede und im Jahr 1599 den Pixenmacher Georg Zeller. Er erscheint auch noch im Jahr 1602. In den Jahren 1610,1617 und 1625 ist ein Heiß Albrecht in verschiedenen Schreibweisen verzeichnet. Ein zweiter Pixenmacher, Caspar Mayr, ist im Steuerbuch 1625 aufgeführt.

Nun einen Sprung ins 19. Jahrhundert.
Georg Penker, Büchsenmachermeister in Weilheim (1811 bis1893). Er heiratet im Jahr 1842 die Witwe des Büchsenmachers Anton Riespacher, der bereits im Jahr 1814 verstorben war.
Dann folgt Ferdinand Stegmann (1870 bis 1936), der im Jahr 1935 an seinen Sohn Josef (1896 bis 1983) übergibt. Von diesen drei Büchsenmachern existieren noch Scheibenstutzen und Zimmerstutzen.
Nach dem 2. Weltkrieg ist noch Eduard Arzt, ein Heimatvertriebener, als Büchsenmacher zu nennen.

Nun komme ich zum letzten Punkt unserer Zeitreise
 „Bolzschützengesellschaft und die heute noch bestehenden Schützengesellschaften“.

Die älteren Weilheimer kennen sicher noch die Bolzschützengesellschaft.

Die bei dem bürgerlichen Bierbrauer Ignaz Koller zu Weilheim im Jahre 1807 „errichtete“ Bolzschützengesellschaft bereicherte nahezu 150 Jahre lang das städtische Vereinsleben, bis sie sich im Jahre 1952 mit der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft vereinigte. Der Nachlass der Bolzschützen, auch als „Bolzerer“ bekannt, wird von den Feuerschützen betreut. Zahlreiche Exponate, drunter auch ein Bolzgewehr, einem Vorläufer des Luftgewehrs, ergänzen in hervorragender Weise die Ausstellung in der Schießstätte.

Das Weilheimer Schützenwesen ist natürlich nicht nur Schießstätte und Bolzschützen, sondern ist geprägt von einer Vielzahl von Gesellschaften.

Die nationale Euphorie, ausgelöst durch den gewonnenen Krieg 1871 gegen Frankreich, begünstigte, neben der Einführung des Zimmerstutzens, die Gründung von Schützengesellschaften. Fast jeder Gasthof beherbergte eine eigene Zimmerstutzengesellschaft. Dazu kommt noch, dass sich die Feuerschützen damals im Unterschied zu heute nicht nur privilegiert genannt haben, sondern sich auch so gebärdeten. So verwundert es nicht, dass erst im Jahr 1955 der erste Arbeiter, nämlich der Schorsch Rohmer, aufgenommen wurde. 1956 folgte Willi Prochaska.
Nun aber wieder zurück ins 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.
Da lesen wir von Zimmerstutzengesellschaften wie „Zu den drei Linden“, „Zu den drei Rosen“, „Schützenlust“, „Concordia“, „Tell“, „Obere Stadt“ usw. Geschossen wurde im Lokal Guttmann, beim Luckerbräu, in der Weißen Rose, beim Vollmann, in der Hofburg, im Bräuwastlkeller und beim Feyerabend.
Von 1925 bis wahrscheinlich 1936 gab es auch eine Zimmerstutzengesellschaft „Hubertus“. Im Gründungsprotokoll ist folgendes zu lesen: Die anwesenden Interessenten (es folgen 12 Namen) kamen nach reichlicher Aussprache zur Gründung einer Schützengesellschaft für die Liebhaber im südlichen Einwohnerwinkel beim Bachbräukeller.

Nun aber zu den neben der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft heute noch bestehenden Schützengesellschaften:
 

Schützengesellschaft „Frohsinn“ Weilheim

Die Frohsinn-Schützen sind, wie damals üblich, am 31. August 1904 als Zimmerstutzengesellschaft gegründet worden. Stadtarchivar Bernhard Wöll vermutet, dass es sich bei dieser Gründung um einen Zusammenschluss älterer, nicht mehr bestehender Zimmerstutzengesellschaften, wie „Zu den drei Rosen“ (gegr. 1879), „Zu den drei Linden“ (gegr. 1877) usw. handelt.Der Name „Frohsinn“ lässt auch die Vermutung zu, dass ein 1880 bestehender Geselligkeitsverein gleichen Namens in eine Zimmerstutzengesellschaft umgewandelt worden ist.

Wenn man die Chronik, die zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2004 erstellt wurde, durchblättert, wird deutlich, daß neben dem Schießsport auch die Geselligkeit nie zu kurz gekommen ist.
Ein Zitat aus dem Protokollbuch 1938 von einem Ausflug zum Achensee:
„Wir lieferten hiermit den Beweis, daß unser Ausflug nicht eine sonst so gefürchtete Alkoholreise war, sondern wir erlebten den Tag im wonnigsten Naturgenuß, was beitragen sollte bei einer zukünftigen Fahrt zur restlosen Kameradenbeteiligung....“.
Und so ist es auch heute noch! Neben einem wohlgeordneten Schießbetrieb gehören die Ausflüge zum festen Bestandteil im Vereinsjahr der Schützengesellschaft „Frohsinn“ Weilheim.
 

Schützengesellschaft Weilheim

Nun kommen wir in das Jahr 1924.
Die furchtbare Inflation war überwunden und die wirtschaftliche Lage normalisierte sich zusehens. Trotz der bestehenden fünf Schützengesellschaften war offensichtlich noch Bedarf für einen weiteren Verein.
So wurde am 8. Oktober 1924 die „Zimmerstutzen-Schützen- Gesellschaft Weilheim“ gegründet, die heute noch als „Schützengesellschaft Weilheim“ besteht.
Ab Ende der 50er Jahre wird die Schützengesellschaft zu einem der erfolgreichsten Vereine, des im Jahr 1922 gegründeten Schützengaues Weilheim. So wurden z. B. beim Gauschießen 1960 in Penzberg alle zu vergebenden Einzel- und Mannschaftstitel gewonnen.
Die Erfahrungen, die der Büchsenmacher und Meisterschütze Edi Arzt (1972 tödlich verunglückt) und der in Murnau stationierte amerikanische Major Ben Curtis einbrachten, fielen also auf fruchtbaren Boden.
Die Pistolenschützen Klaus Becker, Josef Grünwald, Karl Vincenc und Franz Streif setzten ab dem Jahr 1967 zu wahren Höhenflügen an.
Aus der Chronik, die zum 80-jährigen Jubiläum im Jahr 2004 erschienen ist, können wir entnehmen: Ich zitiere:
„Auch die SG Weilheim blieb von einem weit verbreiteten Übel unserer Zeit nicht verschont, sie drohte zu überaltern. .....Das vorige Jahr (also 2003) brachte endlich die schon nicht mehr erhoffte Wende! Sieben junge Burschen schlossen sich der Schützengesellschaft an.“ Und so konnte die SG Weilheim gestärkt in ein neues Jahrzehnt ihrer Geschichte eintreten.
 

Schützen-Abteilung des Eisenbahn-Sportvereins

Als im Jahr 1970 eine Schützenabteilung des Eisenbahn-Sportvereins (zunächst Werdenfels und dann Weilheim) von Anton Wörmann ins Leben gerufen wurde, ahnte noch niemand, wie wichtig die fünf Schießstände im Bahnhof-Untergeschoß für uns Schützen werden sollten. Während der Umbauzeit der Weilheimer Schießstätte von 1979 bis 1981 haben wir bei den Eisenbahnern Asyl erhalten. So konnte der Schießbetrieb aufrechterhalten werden.

Auch die im Jahr 2002 gegründete „Zimmerstutzen-Schützengesellschaft - s' Weilheimer Stiftungskranzl“, die sich dem traditionellen Zimmerstutzen-Schießen verschrieben hat, richtet ihre Schießen bei den Eisenbahnern aus.
Das sind z. B. Freundschaftsschießen mit den niederbayerischen Zimmerbixlern und das jährliche Schießen zu Gunsten des Deutschen Schützenmuseums in Coburg.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass seit der Gründung des Schützengaues Weilheim im Jahre 1922 von den bisher neun Gauschützenmeistern sieben Mitglieder bei Weilheimer Gesellschaften waren oder noch sind.
Ich darf sie namentlich nennen: Konrad Kaspar, Xaver Elender, Ludwig Wiedemann, Xaver Buck, Hans Ferchl, Josef März und Karl Vincenc.
Auch Ottmar Münsterer, Ehrenschützenmeister der FSG Weilheim, war fünf Jahre Gaugeschäftsführer, bevor er dann Verantwortung im Schützenbezirk Oberbayern als 3. Bezirksschützenmeister übernommen hat.

Liebe Mitglieder, verehrte Gäste,

an den Schluss meiner Ausführungen möchte ich noch das Motto einer Scheibe aus dem Jahre 1823 stellen: „Es blühe Freundschaft und herrsche Friede“. Wir haben schon von einem umfangreichen Schriftverkehr gehört, der dann dazu geführt hat, dass die Schützen das Schießhaus eigentümlich überlassen bekamen. Dieser Schriftverkehr ist der Ausdruck jahrelanger Querelen zwischen der Stadt und den Schützen. Die Unstimmigkeiten mit der Stadt waren beseitigt, als im Jahre 1822 das Schießhaus erneuert worden war. Auf dieser Scheibe ist das Haus abgebildet, zudem ein Vertreter der Stadt und ein Schütze (Tafel .

Der Vertreter der Stadt deutet auf den Taubenkobel und sagt: „Ich schenk euch eine blaue Taube“, die vorne auf dem Brett sitzt.

Hinten schleicht sich schon ein Fuchs an, der sagt: „Ich werd die Taube rupfen“. Wir sehen also, dass die zarten Pflänzchen Freundschaft und Friede nicht selbstverständlich gedeihen, sondern gepflegt werden müssen.
Übertragen auf das Jahr 2008 bedeutet dies: Die Weilheimer Schützengesellschaften pflegen ein gedeihliches, freundschaftliches Miteinander. Es gibt auch keine Querelen mit der Stadt. Die Feuerschützen haben ja auch den jeweiligen Bürgermeister als Schützenkommissar, ein   Bindeglied zwischen den Schützen und der Öffentlichkeit.
Und die Öffentlichkeit tut sich aber immer noch schwer, das Schießen als Sport zu betrachten. Auch die Politik tut sich schwer, wie die erst kürzlich erfolgte Waffenrechtsnovellierung zeigt.

Den Nichtschützen unter uns möchte ich deshalb noch folgendes mit auf den Weg geben:
„Kein anderer Sport erfordert eine so ungewöhnliche Selbstdisziplin, eine Fähigkeit der Zusammenfassung geistiger, seelischer und körperlicher Kräfte wie die Bewährung auf dem Schießstand. So ist der Schießsport ein hervorragendes Mittel zur Charakterbildung geworden.“

Das gesamte Schützenwesen, und somit auch das Weilheimer Schützenwesen, lässt sich heute in seiner Vielgestaltigkeit wie folgt zusammenfassen:

„DEM SPORT DIENEN
DIE TRADITION ERHALTEN
DAS BRAUCHTUM PFLEGEN“

________________________
 1Vortrag beim Heimat- und Museumsverein Weilheim und Umgebung e. V. am 10. März 2008
 

BIBLIOGRAPHIE

Quellen:

Staatsarchiv München

     -   LRA 3.982 / RA 40909

Stadtarchiv Augsburg

     -   Bestand Reichsstadt, Schützenbücher Nrn. 1. und 4. (1470, 1567)

Stadtarchiv Weilheim i. OB

     -   Stadtkammerrechnungen ab dem Jahre 1522
     -   RP Nr. 002, Jahr 1533
     -   RA Nr. 20

Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Weilheim

     -   MADROUX, Eduard von; Chronik der Einwohnerwehr; Weilheim, 1921

Weitere Quellen stammen aus dem Vereinsarchiv der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft

Verwendete Literatur:

     -   BACHTER, Stephan; 600 Jahre Königlich privilegierte Hauptschützengesellschaft München;
         Ebenhausen bei München, 2006
     -  
BÖHAIMB, Carl August (Hrsg.); Chronik der Stadt Weilheim vom Ursprunge der Stadt bis auf die neueste Zeit;
         Weilheim, 1865
     -  
HANSMANN, Claus und Liselotte; Triff ins Schwarze; München, 1960
     -  
HAUFF, Maria; Stadt und Schützen fest verbunden ... – 700 Jahre Schützen in Duderstadt 1302 – 2002; Duderstadt, 2001
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MICHAELIS, Hans-Thorald; Schützengilden. Ursprung – Tradition – Entwicklung; München, 1985
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- RADLKOFER, Max;
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-   REITZER, Ludwig; Königlich privilegierte Feuerschützen-gesellschaft Weilheim – Schützenmuseum.
         Streifzug durch fünf Jahrhunderte Weilheimer Schützengeschichte;  Weilheim, 1995
     -   RID, Hans; Alt-Weilheim. Kulturbilder aus vergangenen Tagen;  Weilheim, 1935
     -   DERS.; Aus Weilheims Vergangenheit; Weilheim, 1950
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SCHMIDTNER, Andreas; Geschichte der Stadt Weilheim und des Klosters Polling; Weilheim, 1893
         100 Jahre Schützengesellschaft Frohsinn Weilheim e. V., Chronik   1904 – 2004; Weilheim, 2004
         Schützengesellschaft Weilheim 1924 – 2004; Weilheim, 2004
     -   STAHLEDER, Helmuth (Bearb.); Lobspruch des Großen Schießens zu München anno 1577 von Lienhard und Valentin
         Flexel, hrsg. vom Stadtarchiv München; München, 2006
         Wir Schützen. 800 Jahre Deutsche Schützen. Das offizielle Dokumentarwerk des Deutschen Schützenbundes.
         Herausgegeben zum 100-jährigen Bestehen des Deutschen Schützenbundes;   Stuttgart, 1961
 

Erschienen in den vom Heimat- und Museumsverein Weilheim und Umgebung e.V. herausgegebenen
„Weilheimer Heimatblättern Nr. 13“, 2011
S. 31 – 71 (Text) und 124 – 132 (Tafelteil)

© Heimat- und Museumsverein Weilheim und Umgebung e.V.                                                                       von Ludwig Reitzer
 

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