Das Vereinsemblem mit dem von Ludwig dem Baiern im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts der Stadt Weilheim verliehenem Wappen

 

Letzte Aktualisierung am
 17.07.2017
(23:00)

Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft
Weilheim
Schützenstraße 28    82362 Weilheim Tel.: 0881/5210
Email: FSG.Weilheim@t-online.de Home: http://www.FSG-Weilheim.de

Kgl. priv

bei der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft (FSG) Weilheim

Erste Darstellung der 1822 neu erbauten Schießstätte, 1823(Schützenmuseum Weilheim i. OB)

  Schießabende:  Dienstag und Donnerstag ab 19:00 Uhr   Jugend ab 18:00 Uhr  (Während der Ferien ab 19:00 Uhr)

 Was bedeutet Königlich privilegiert!?

 Am 25. August 1868 hat König Ludwig II. von Bayern (In Erwägung, dass die allgemeine bayerische Schützenordnung vom 21. Juli 1796 der gegenwärtigen Ausbildung des Schützenwesens nicht mehr entspricht), die Allgemeine Schützenordnung für das Königreich Bayern erlassen.

Zweck und Organisation der Schützengesellschaften wurden damit den damaligen politischen Verhältnissen angepasst.

"Bei seiner Majestät dem König ist die Verleihung von besonderen Abzeichen, Prämien und dergleichen an Schützengesellschaften und ähnlichen Vereinen mit konservativer, loyaler Haltung als Mittel zur Hebung und Belebung des bayerischen Nationalgefühls im Vorschlag gebracht worden. In Folge hohen Ministerialschreibens vom 12. dieses Monats wird der Kgl. Landgerichtsvorstand hiermit vertraulich aufgefordert dem Unterzeichnenden seine Absicht über den gemachten Vorschlag recht bald und längstens binnen 14 Tagen mitzuteilen und zugleich jene Gesellschaften und Vereine im Amtsbezirke für welche Allenfalls die eine oder andere Auszeichnung allerhöchsten Orts zu beantragen. Nebst der Art und Weise, in welcher eine hohe Auszeichnung am füglichsten und zweckdienlichsten erteilt werden könnte, näher zu bezeichnen".

Im Regierungsblatt für das Königreich Bayern vom 12. September 1868 wurde dann eine neue Schützenordnung für Bayern unter dem Datum 25. August 1868 und mit der Unterschrift von König Ludwig II von Bayern abgedruckt. Danach war für jede Schützengesellschaft neben dem Schützenmeisteramt (§10 - 13), dem Gesellschaftsausschuss (§14 - 17) und der Generalversammlung (§18 -21) ein "Schützencommissariat" (§8 und 9) vorgeschrieben.

Das Schützencommissariat bestand bei der Hauptschützengesellschaft München aus zwei Commissären, bei allen anderen aus einem, der von der Districtspolizeibehörde ernannt wurde. Dieser Commissär hatte "das öffentliche Interesse zu wahren und das staatliche Aufsichtsrecht zu handhaben".

Die Bayerische Schützenordnung von 1868 galt bis 1968. Im Ministerialamtsblatt der bayerischen inneren Verwaltung vom 23. Oktober 1968 hat das Innenministerium die neue Bekanntmachung vom 23. September 1968 veröffentlicht. Danach dürfen sich Schützengesellschaften als "privilegiert" oder "königlich privilegiert" bezeichnen, wenn sie bereits vor 1900 rechtsfähig waren (eingetragener Verein) und entweder eine ausdrückliche landesherrliche Einzelverleihung hatten oder durch Anerkennung der Allgemeinen Schützenordnung vom 25. August 1868 diese Eigenschaft erlangt hatten.

Im Ministerialamtsblatt ist auch eine Liste aller bayerischen Schützengesellschaften aufgeführt, die "privilegiert" sind.
 

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