Das Vereinsemblem mit dem von Ludwig dem Baiern im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts der Stadt Weilheim verliehenem Wappen

 

Letzte Aktualisierung am
 17.07.2017
(23:00)

Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft
Weilheim
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Schützenvortel

bei der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft (FSG) Weilheim

Erste Darstellung der 1822 neu erbauten Schießstätte, 1823(Schützenmuseum Weilheim i. OB)

  Schießabende:  Dienstag und Donnerstag ab 19:00 Uhr   Jugend ab 18:00 Uhr  (Während der Ferien ab 19:00 Uhr)

Nun zum Kapitel „Schützenvortel“

Wenn wir der schon erwähnten Stadtkammerrechnung des Jahres 1522 als weiteren Eintrag entnehmen „Item umb ain Stück thuch den Schützen zum Schießen geben – sechs Gulden“, so handelt es sich hier um den sog. Hosen-Vortel. „Der Stadt Hosen“ war nämlich der Preis oder „Vortel“ (von Vorteil), welchen die Schützen für die gewöhnlichen Schießübungen an den Sonntagen während des Jahres (von Georgi bis Martini) vom Rat der Stadt bzw. vom Landesherrn ausgesetzt erhielten. Zunächst sind es wirklich Hosen bzw. Hosenstoffe; später werden Geldbeträge ausbezahlt.
Auch im Jahre 1524 erhalten die Büchsenschützen ein Stück Tuch im Wert von 6 Gulden.

„Item den Püchsenschützen umb Hosen zu verschießen wie vormalen – sechs Gulden“ ist der Stadtkammerrechnung des Jahres 1527 zu entnehmen.

Im Jahre 1533 erhalten die „Büchsenschützen auf Befehl eines Rats wie vor alters“ ein Hosentuch zu sechs Gulden und zum Preisschießen ein „lindisch“ Tuch zu einem Gulden.

Auch am Fronleichnamstag 1569 erhaltenen die Büchsenschützen „wie vor alters“ sechs Gulden aus der Stadtkasse. Außerdem wird ihnen „ein ganzes Schießet und zum Vortl 1 ¼ Ellen lindisch Tuch“ (um 2 fl.) gewährt.

Im Jahre 1603 werden bereits neun Gulden verehrt, und im Jahre 1605 ist verzeichnet: „Den schüzen Ihren Vortl geben diß Jars – zehn Gulden.“

Ab dem Jahre 1612 enthalten die Stadtkammerrechnungen einen eigenen Titel „Außgab über die Schüzen bzw. „Außgab auf die Zihl- und Pyxenschüzen alhie“. Die ausbezahlten Beträge schwanken nun je nach Finanzlage der Stadt zwischen sechs Gulden in den Jahren 1612 und 1613, zwölf Gulden in den Jahren 1614,1618 und sechzehn Gulden in den Jahren 1625, 1626 und 1628. In den Folgejahren werden wieder zwölf Gulden ausbezahlt, und im Jahre 1640 war die Stadt nicht in der Lage, das Vortelgeld auszuzahlen, „weil bey gemainer Stadt khein bezahlungsmitl vorhanden gewest“.

Auch im Jahre 1645 findet die Stadt einen Grund, den Schützen ihren Vortel zu verweigern. Der Eintrag lautet: „Diß Jahrs weile bey gemainer Statt das einkhommen so khlein, und man sich den sonsten gewohnlichen Vortl zu geben gewaigert, man auch die Schüzen umb soviel mehr, weile sie Sich in churfürstlichen Diensten zur Defendierung (Verteidigung) des Landts müssen gebrauchen lassen, zur churfürstlich hochlöblichen Hofkammer gewißen, ist Ihnen bezahlt worden nihil“ (nichts).

Abb. 3) Stadtkammerrechnung 1645

Bleibt noch zu erwähnen, dass auch wegen der oft ausständigen landesherrlichen Vortelgelder ein umfangreicher Schriftverkehr von 1606 bis in das Jahr 1828 existiert.

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