Das Vereinsemblem mit dem von Ludwig dem Baiern im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts der Stadt Weilheim verliehenem Wappen

 

Letzte Aktualisierung am
 17.07.2017
(23:00)

Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft
Weilheim
Schützenstraße 28    82362 Weilheim Tel.: 0881/5210
Email: FSG.Weilheim@t-online.de Home: http://www.FSG-Weilheim.de

Waffen der Schützen

bei der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft (FSG) Weilheim

Erste Darstellung der 1822 neu erbauten Schießstätte, 1823(Schützenmuseum Weilheim i. OB)

  Schießabende:  Dienstag und Donnerstag ab 19:00 Uhr   Jugend ab 18:00 Uhr  (Während der Ferien ab 19:00 Uhr)

Da sich der Begriff „Schütze“ von „schießen“ herleitet, liegt der Hauptzweck der Schießgesellschaften in eben dieser Tätigkeit und in der Übung der Schießfertigkeit. Deshalb ist es sicher nicht uninteressant, wenn wir nun auch einen Blick auf die Waffen der Schützen werfen.

Über viele Jahrhunderte waren Pfeil und Bogen die wichtigste Fernwaffe. Viel bedeutender für uns Schützen ist jedoch die Armbrust, vom lateinischen arcubalista abgeleitet, die in Deutschland ab dem 12. Jahrhundert zur vorherrschenden Waffe wurde. Die Furcht vor dieser Waffe war so groß, dass auf dem 2. Laterankonzil im Jahre 1139 die Armbrust als Waffe gegen Christen verboten wurde. Obwohl Papst Gregor IX. Im Jahr 1234, also 100 Jahre später, das Verbot erneuerte, war der Siegeszug der Armbrust nicht mehr aufzuhalten. Gleichzeitig war ein neuer Handwerkszweig entstanden, Armbruster, wie man damals sagte, also Armbrustmacher und Pfeilspitzer bzw. Pfeildrechsler, aber auch Bogner, die den Stahlbogen der Armbrust fertigten. Wir erinnern uns an die Weilheimer Berchtold, Pognergesell 1467 in München und Hanns Bogner 1470 in Augsburg.

Noch heute erfreut sich die Armbrust großer Beliebtheit. Mit ihr wird genauso treffsicher geschossen wie z. B. mit dem Luftgewehr.

Die Einführung von Handfeuerwaffen ab dem 14. Jahrhundert, bedingt durch die Erfindung des Schwarzpulvers, bedeutete einen enormen Qualitätssprung. Diese Musketen, wie sie auch genannt wurden, waren noch unhandlich, umständlich zu bedienen und ungenau in der Zielwirkung, dafür aber hatten sie eine große Durchschlagskraft. Die Entwicklung ging vom Luntenschloss- über das im Jahre 1515 in Nürnberg erfundene Radschloss- zum Stein- und Perkussionsschlossgewehr. Dies waren allesamt Vorderlader. Mit der Erfindung des Zündnadelgewehres im Jahre 1828, das in der preußischen Armee ab Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt worden war, war der Hinterlader „geboren“, mit dem man Patronen verschießen konnte. Vor Einführung von Luftgewehr und Kleinkalibergewehr waren der Feuerstutzen und vor allem der Zimmerstutzen wichtige Schützenwaffen, die jetzt bei vielen Traditionsschießen wieder im Einsatz sind.
Von einem „Pognergesell“ und einem Hanns Bogner haben wir schon gehört. Die Handwerker- und Künstlerstadt Weilheim beherbergte auch Waffenschmiede und Pixenmacher.

Ab dem Jahre 1572 sind Steuerbücher im Stadtarchiv Weilheim vorhanden. Von da ab finden wir regelmäßig Waffenschmiede und im Jahr 1599 den Pixenmacher Georg Zeller. Er erscheint auch noch im Jahr 1602. In den Jahren 1610,1617 und 1625 ist ein Heiß Albrecht in verschiedenen Schreibweisen verzeichnet. Ein zweiter Pixenmacher, Caspar Mayr, ist im Steuerbuch 1625 aufgeführt.

Nun einen Sprung ins 19. Jahrhundert.
Georg Penker, Büchsenmachermeister in Weilheim (1811 bis1893). Er heiratet im Jahr 1842 die Witwe des Büchsenmachers Anton Riespacher, der bereits im Jahr 1814 verstorben war.
Dann folgt Ferdinand Stegmann (1870 bis 1936), der im Jahr 1935 an seinen Sohn Josef (1896 bis 1983) übergibt. Von diesen drei Büchsenmachern existieren noch Scheibenstutzen und Zimmerstutzen.
Nach dem 2. Weltkrieg ist noch Eduard Arzt, ein Heimatvertriebener, als Büchsenmacher zu nennen.

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